Mit Micro­­soft-Teams-Inter­­views zu gutem Video-Content


Sie führen ein virtu­elles Inter­view? Wieso dann nicht zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen und mit einfa­chen Mitteln aus den Recherche-Gesprä­chen über Micro­soft Teams gleich ein cooles Video zum Artikel stri­cken? Hier zeigen wir, wie Sie das Video am besten vorbe­reiten und welche Fehler es bei der Aufnahme zu vermeiden gilt – mit 7 Tipps in kurzen Videos.

Von Recher­che­terminen vor Ort können wir momentan alle nur träumen. Virtu­elle Input-Gespräche sind die Realität, wenn es um die Erstel­lung von Arti­keln geht. Spätes­tens seit Corona ist die virtu­elle Meeting-Soft­ware Micro­soft Teams & Co. dabei unser stän­diger Begleiter.  

Doch was zunächst nach einer Einschrän­kung klingt, kann viel Mehr­wert bringen. Denn die flotten Videos mit authen­ti­schem O-Ton und dem Inter­view­partner direkt vor der Kamera können den Text gut ergänzen. Wir zeigen Ihnen die wich­tigsten Tipps und Tricks:

So bereiten Sie Ihr virtu­elles Inter­view vor:

Klares Ziel vor Augen haben

Wo soll mein Video veröf­fent­licht werden? Auf welchen Kanälen soll es zu sehen sein? Ist es rein für die interne Verwen­dung, beispiels­weise im Intranet und für Mitar­beiter gedacht, oder soll es sich auch für ein externes Publikum wie zum Beispiel auf LinkedIn eignen?

Den Aufwand einschätzen

Für ein aufge­zeich­netes Gespräch brau­chen sie weniger Personal und Geld als für einen Dreh mit einer profes­sio­nellen Video­agentur. Aber dennoch ist das Video nach der Aufnahme noch nicht fertig. Denn die Aufzeich­nung muss noch geschnitten und in die Abstim­mung gegeben werden. Dafür sollten Sie ausrei­chend Zeit einplanen.

Sich vorab kennen­lernen

Für Ihr Gegen­über gehört eine Video­auf­zeich­nung nicht zum Alltag. Die meisten Ansprech­partner machen das zum ersten Mal. Klopfen Sie daher vorab virtuell an und machen Sie sich einen Eindruck von der Person. Wie ist seine oder ihre Wirkung vor der Kamera? Fühlt sie sich wohl oder unwohl? Machen Sie davon abhängig, für wen Sie sich für das Inter­view entscheiden und wie gut Sie Ihr Gegen­über vorbe­reiten.

Die rich­tigen Fragen stellen

Formu­lieren Sie klare Fragen, die zu Ihrer Ziel­set­zung passen und lassen Sie diese Ihrem Gegen­über vorab zur Vorbe­rei­tung zukommen. Das gibt beiden Seiten Sicher­heit. So tritt Ihr Ansprech­partner souverän auf.

Die rich­tigen Botschaften fest­legen

Damit alles Hand und Fuß hat, können Sie zusätz­lich zu den Fragen auch bereits gewünschte Botschaften an die Inter­view­part­nerin oder den Inter­view­partner senden. Achtung: Formu­lieren Sie die Botschaften nicht aus! Sonst neigen die Inter­viewten dazu, diese auswendig zu lernen und das Video verliert an Authen­ti­zität.

Film ab – 7 Video-Tipps, die ihr Video zum Erfolg machen:

Ein ganz einfa­ches Mittel hilft, für die nötige Profes­sio­na­lität des Videos zu sorgen: Video-Guide­lines. Einmal erstellt, kann Ihr Unter­nehmen immer wieder darauf zurück­greifen. Lassen Sie die Guide­lines dem Inter­viewten eben­falls vorab zukommen. In unseren Videos zeigen wir, worauf es ankommt. Natür­lich mit einem Augen­zwin­kern. 😉

Den rich­tige Hinter­grund wählen

Wo soll mein Video veröf­fent­licht werden? Auf welchen Kanälen soll es zu sehen sein? Ist es rein für

Das Wich­tigste: Das Video benö­tigt einen ruhigen Hinter­grund. Ihr Inter­view­partner oder Ihre Inter­view­part­nerin sollten idea­ler­weise vor einer hellen Wand sitzen. Eben­falls möglich sind Motive im Hinter­grund, die die jewei­lige Orga­ni­sa­tion oder den Standort reprä­sen­tieren. Von vorein­ge­stellten virtu­ellen Hinter­gründen raten wir jedoch ab. Maga­zi­ni­kerin Eveline zeigt, wie es (nicht) geht:

Auf die Licht­ver­hält­nisse achten

Auch die Licht­ver­hält­nisse spielen eine entschei­dende Rolle. Achten Sie zu Beginn Ihres Inter­views darauf, ob der Raum Ihres Gegen­übers hell genug ist und kein Gegen­licht die Aufnahme stört. Magaziniker Julian macht vor, wie es aussehen soll:

Bei der Auswahl des Outfits beraten

Was ziehe ich an? Diese Frage quält viele, sobald sie wissen, dass ein Video von ihnen gemacht wird. Empfehlen Sie neutrale Büro­klei­dung, in der die Person sich wohl­fühlt. Zu bunt sollte sie aber nicht sein. Maga­zi­ni­kerin Tina hat in ihrem Klei­der­schrank nach dem (Un)Passendem gesucht:

Den Blick lenken

Der Blick geht beim Video­dreh in die Kamera. Das ist leichter gesagt als getan: Ist der Inter­view­partner aufge­regt, schweift dessen Blick doch gerne mal auf den rettenden Anker, den vor sich liegenden Spick­zettel. Oder Ihr Gegen­über verliert sich in der span­nenden Home-Office-Umge­bung links und rechts von sich.

Doch das kann im Video irri­tieren oder ablenken. Am besten also vorab darauf hinweisen und Ihr Gegen­über während des Videos immer wieder darauf aufmerksam machen. Sie können jeder­zeit einen neuen Take aufnehmen. So lenkt Maga­zi­ni­kerin Eveline den Blick:

Eine ruhige Umge­bung aussu­chen

Ihr Gegen­über sollte sich eine ruhige Umge­bung suchen, möglichst ohne Hinter­grund­ge­räu­sche. Wenn möglich, verwendet der Inter­viewte zusätz­lich ein externes Mikrofon für die Tonauf­nahme, zum Beispiel ein Handy. Das gibt Sicher­heit in Sachen Tonqua­lität, falls die Soft­ware einmal ruckeln oder ausfallen sollte. Sinn­voll ist ein Klat­schen als Signal zum Start der Tonauf­nahme. Das erleich­tert das spätere Schneiden des Gesagten.

Mama­zi­ni­kerin Eveline macht vor, wie das ablen­kungs­freie Inter­view nicht funk­tio­niert:

Frei spre­chen lassen

Bitten Sie Ihr Gegen­über möglichst natür­lich und ohne Fach­be­griffe zu spre­chen, auch das fällt bei aller Aufre­gung schwerer. Fehler sind aber in Ordnung. Sie können Aufnahmen so lange wieder­holen, bis Sie und Ihr Gegen­über zufrieden sind. Magaziniker Paul zeigt den Unter­schied:

Richtig fragen und antworten

Ihr späteres Video ist nur so gut wie der Inhalt, der während der Aufzeich­nung aufge­nommen wird. Deswegen gilt hier: Lieber öfter aufnehmen. Wenn sich der Inter­viewte verhas­pelt, sollten Sie das Inter­view kurz unter­bre­chen und um eine Wieder­ho­lung des Gesagten bitten. Nehmen Sie gerne mehrere Takes auf und wählen Sie danach den Besten aus. Anders­herum bedeutet das aber auch: Sie dürfen Ihrem Gegen­über nicht ins Wort fallen, wenn das Gesagte für das Video verwendet werden soll. Denn dann sind Sie auch mit auf der Tonspur.

Gene­rell gilt: Ihre Fragen werden im späteren Video vermut­lich nicht zu hören sein. Daher sollten die Inter­viewten immer so antworten, dass der Zusam­men­hang auch ohne Ihre Fragen verständ­lich ist (z.B. durch Wieder­ho­lung Ihrer Frage am Anfang der Antwort: „Was waren Ihre High­lights?“ – „Meine High­lights waren…“) Auch hier zeigt Magaziniker Paul, wie es richtig geht:

Und jetzt heißt es für Ihr eigenes Input-Gespräch: Film ab!

Sabrina Schilling

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