Maga­zin­ma­chen: Ein trockenes Konzept in emotional berüh­rende Inhalte über­setzen


Mit der „EVAU“ möchten wir zeigen, wie es gelingt, ein vermeint­lich trocken klin­gendes Konzept („Ein Heft über Vereine und bürger­schaft­li­ches Enga­ge­ment“) lebendig, span­nend und abwechs­lungs­reich umzu­setzen.

Heute haben wir uns ein Magazin aus eigener Produk­tion vorge­nommen: unser Leiden­schafts­pro­jekt, das Indie-Magazin „EVAU“. Warum wir das tun? Natür­lich finden wir unsere eigenen Sachen toll (sonst hätten wir sie anders gemacht). Aber hier geht es um Folgendes: Wir möchten Ihnen zeigen, wie es gelingt, ein vermeint­lich trocken klin­gendes Konzept („Ein Heft über Vereine und bürger­schaft­li­ches Enga­ge­ment“) in leben­dige, span­nende und abwechs­lungs­reiche Geschichten zu über­setzen.

Viel­falt ist eines der Rezepte für gute Maga­zine. Dazu entwi­ckeln wir zu den Themen passende Forma­t­ideen und verhei­raten diese so, dass ein Heft mit einer ganz eigenen Stim­mung und einer abwechs­lungs­rei­chen Rhythmik entsteht. Und wir bereiten die Geschichten cross­me­dial auf. Online und sozial:

Abwechs­lung gilt manchmal auch für das hapti­sche Erlebnis. So kann beispiels­weise ein Papier­wechsel einem Magazin zusätz­lich Span­nung verleihen (wenn er inhalt­lich sinn­voll ist). Denn natür­lich sind es immer die Geschichten selbst, die beim Leser verfangen müssen.


Aber nun zu den High­lights aus dem Magazin:

Storytelling auf dem Umschlag

1.Kleine Dinge, große Wirkung: Aus dem Umschlag machen wir eine schlüs­sige Kurz­ge­schichte über den Kampf einer Volks­wirt­schaft mit dem Alkohol. Kioskma­ga­zine müssen Anzeigen verkaufen und haben diese erzäh­le­ri­sche Möglich­keit nicht. Auch deshalb machen wir Indie.

Echte Helden erzählen authentische Geschichten

2. Der erste Eindruck zählt: Unschöne Wahr­heiten, echte Helden, authen­ti­sche Geschichten. Einstiegs­seiten wecken Erwar­tungen und defi­nieren den Sound für das ganze Heft. So wird ein kleiner Artikel zur Bühne, auf der sich das weitere Heft aufbaut.

Interaktion mit dem Leser

3. Inter­ak­tion mit dem Leser: Die muss nicht immer aus Umfragen oder Dialog­auf­for­de­rungen bestehen. Ein Magazin darf seinen Lesern auch mal was schenken und so mit ihnen inter­agieren.

Papierwechsel, aber nur wenn er zur Story passt

4. Papier­wechsel, aber richtig: Ein Papier­wechsel ist schon rein formal eine Unter­bre­chung, die ein Magazin viel­schich­tiger und damit inter­es­santer macht. Das umso mehr, je stärker der Kontrast ist. Hier geben wir einer Foto­strecke einen beson­deren Auftritt.

Visuell wirkungsvolles Storytelling

5. Geschichten auch visuell wirkungs­voll erzählen: Im Alkohol-Artikel stecken sehr viele Fakten. Als „Polemik in 14 Schlü­cken“ sind diese einer­seits sehr bekömm­lich portio­niert und können ande­rer­seits auch optimal wirken. Das Layout gibt dazu viel Raum und nimmt Tempo aus dem Artikel.

Mut zum Lesestück

6. Mut zum Lese­stück: Es gibt Themen, die brau­chen viele Worte und die dazu nötige Ruhe. Es lohnt sich, sie ihnen zu schenken.

Haben wir Ihr Inter­esse geweckt? Dann blät­tern Sie doch am besten selbst einmal rein: Hier können Sie die „EVAU“ bestellen!

Und Pssst: Für unter­wegs zum Stöbern und Schmö­kern gibt’s viele zusätz­liche Geschichten in der Online­aus­gabe.

Ralf Schluricke

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